Microsoft und AMD gaben bekannt, dass FSR 4.1 auf der Xbox Series X/S unterstützt wird. Der KI-Upscaler soll die Bildqualität auf Konsolen der aktuellen Generation verbessern und mit der PSSR-Technologie auf der PS5 Pro konkurrieren.

Antwort auf Sonys Technologien PSSR und QSSR

FSR 4.1 (FidelityFX Super Resolution) nutzt ein neuronales Netz, um aus Einzelbildern, die ein Spiel ursprünglich in niedrigerer Auflösung berechnet, ein hochauflösendes Bild zu rekonstruieren. Das entlastet den Grafikprozessor und ermöglicht es, die frei werdenden Ressourcen für eine höhere Bildrate oder bessere Grafik einzusetzen.

Xbox Seriex X vs PS5

Im Gegensatz zu FSR 3.1 setzt die neue Version auf maschinelles Lernen statt auf herkömmliche Rekonstruktionsalgorithmen. AMD verspricht schärfere feine Details, weniger Schlieren hinter bewegten Objekten, ein stabileres Bild bei Bewegungen und eine verbesserte Darstellung von Partikeleffekten. Auch die Unterstützung dynamischer Auflösung wurde überarbeitet.

Sony hat bereits zwei konkurrierende Lösungen. Auf der PS5 Pro kommt PSSR zum Einsatz, das im März 2026 ein umfangreiches Update mit verbesserter Detaildarstellung und Bildstabilität erhielt. Am 1. Oktober wurde die neuronale Skalierung auch für die normale PS5 eingeführt. Dafür entwickelte Sony Quick Spectral Super Resolution (QSSR), eine abgespeckte Version von PSSR mit einem vereinfachten neuronalen Netz. Die Technologie ist bereits in Marvel’s Wolverine und Ghost of Yōtei verfügbar.

PSSR und QSSR basieren auf Project Amethyst, einem Gemeinschaftsprojekt von Sony und AMD. Die im Rahmen dieser Zusammenarbeit entwickelten Technologien kommen auch bei FSR zum Einsatz. Daher haben die konkurrierenden Upscaler eine gemeinsame technologische Grundlage.

Was sich auf der Xbox Series X/S ändert

Die Xbox Series X/S hat gegenüber der Basis-PS5 einen Vorteil bei der Hardwareunterstützung von KI-Berechnungen. Die Grafikprozessoren von Microsoft beschleunigen INT8- und INT4-Operationen, während QSSR auf der normalen PS5 FP16-Berechnungen nutzt. So liegt etwa die Spitzenleistung der Xbox Series X bei 4-Bit-Operationen bei über 97 TOPS (Billionen Operationen pro Sekunde).

Das verschafft der Xbox beim Einsatz neuronaler Netze einen möglichen Vorteil. Eine hohe Rechenleistung allein garantiert jedoch nicht, dass FSR 4.1 schneller oder qualitativ besser als QSSR ist. Nur Vergleichstests werden zeigen, wie die Ergebnisse tatsächlich ausfallen.

Besonders nützlich könnte FSR 4.1 für die Xbox Series S sein, deren Grafikressourcen deutlich knapper bemessen sind als bei der Series X. Entwickler könnten die interne Renderauflösung senken und das neuronale Netz die fehlenden Details rekonstruieren lassen. So ließe sich die Bildschärfe verbessern, ohne die GPU wesentlich stärker zu belasten. Bei manchen Spielen könnte das außerdem helfen, die Bildrate stabil zu halten.

FSR 4.1 macht den Grafikprozessor allerdings nicht schneller. Das Ergebnis hängt vom jeweiligen Spiel, den Grafikeinstellungen und den für den Upscaler benötigten Ressourcen ab. Ein automatischer FPS-Zuwachs in allen Spielen ist daher nicht zu erwarten.

Wann FSR 4.1 erscheint

Xbox-Technikchef Scott Van Vliet bestätigte, dass Microsoft und AMD FSR 4.1 gemeinsam für Xbox-Geräte angepasst haben. Neben der Series X/S erhalten auch die Handhelds ROG Xbox Ally X und Xbox Ally X20 Unterstützung.

Auf den Handhelds soll die Technologie früher verfügbar sein als auf den stationären Konsolen. Genaue Termine und eine Liste der ersten kompatiblen Spiele wurden noch nicht genannt. Zuvor hatte bereits die Steam Machine Unterstützung für FSR 4.1 erhalten.

Parallel entwickeln Microsoft und AMD die fortschrittlichere Technologie FSR Diamond für die nächste Xbox-Generation, die den Codenamen Project Helix trägt.

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