In den Tests zu iPhone 18 Pro und 18 Pro Max loben Journalisten die rekordverdächtige Leistung des A20 Pro, die Akkulaufzeit, das verbesserte Kühlsystem und neue manuelle Kameraeinstellungen. Äußerlich haben sich die Smartphones kaum verändert, sie sind schwerer und teurer geworden, und der wichtigste Upgrade der Kamera bringt nur einen geringen Unterschied in der Bildqualität.

Fast das gleiche Design, aber mehr Gewicht

Äußerlich ähneln das iPhone 18 Pro und das iPhone 18 Pro Max fast den Modellen des Vorjahres. Die Diagonalen der OLED-Displays blieben unverändert – jeweils 6,3 bzw. 6,9 Zoll, die Bildwiederholrate erreicht 120 Hz. Tom’s Guide maß die Spitzenhelligkeit des iPhone 18 Pro Max bei einer Bildschirmfüllung von 25 % mit 2326 Nits, was praktisch dem Wert des iPhone 17 Pro Max entspricht.

iPhone 18 Pro und iPhone 18 Pro Max

Die wichtigste visuelle Änderung vorne ist die verkleinerte Dynamic Island. Einige Face-ID-Komponenten wurden unter das Display verlegt, wodurch der Ausschnitt kompakter wurde und nun gleichzeitig bis zu drei Aktivitäten anzeigen kann. Engadget findet die Änderung angenehm, merkt aber an, dass sie im täglichen Gebrauch kaum etwas verändert.

iPhone 18 Pro und iPhone 18 Pro Max

Dafür haben die Smartphones an Gewicht zugelegt. Das iPhone 18 Pro wiegt 211 Gramm gegenüber 206 Gramm beim Vorgänger, das iPhone 18 Pro Max sogar 249 Gramm statt 233 Gramm. Besonders auffällig sei der Unterschied bei der größeren Modellvariante. Die Abmessungen des Gehäuses haben sich dabei kaum verändert, sodass einige Hüllen vom iPhone 17 Pro auch für die neue Generation passen.

Eine weitere Beanstandung betrifft das Aluminiumgehäuse. Engadget und Gizmodo weisen darauf hin, dass die Aluminiumrahmen leichter Kratzer und Dellen aufweisen als die Titankonstruktion der früheren Pro-Modelle.

Eine variable Blende ist nützlich, aber der Unterschied ist nicht immer sichtbar

Die wichtigste Änderung an der Kamera ist die variable Blende der Hauptkamera mit 48 Megapixel. Sechs mechanische Lamellen ermöglichen das Umschalten zwischen f/1,48, f/1,8, f/2,8 und f/4. Das Smartphone kann den Wert automatisch wählen, doch erstmals erhalten Nutzer eine vollständige manuelle Steuerung der Blende in der Standard-Kamera-App. Dort wurden zudem Belichtungszeit, Weißabgleich, Fokus und Histogramm hinzugefügt.

Apple iPhone 18 Pro Max Burgundy

Genau hier weichen die Eindrücke der Journalisten deutlich voneinander ab. WIRED hält manuelle Einstellungen für eine der interessantesten Neuerungen: Bei f/1,48 ist die Kamera tatsächlich in der Lage, ein natürliches Hintergrundunschärfe-Ergebnis zu erzielen, und das Abblenden der Blende hilft, die Schärfentiefe zu erhöhen. Der Autor des Magazins verwendet den herkömmlichen Porträtmodus praktisch nicht mehr zugunsten des optischen Effekts.

Apple iPhone 18 Pro Max Burgundy

The Verge und Engadget sind zurückhaltender. In den meisten alltäglichen Szenarien ist der Unterschied zwischen f/1,48 und f/1,8 aufgrund des kleinen Smartphone-Sensors und der rechnerischen Bildverarbeitung gering. Eine größere Blende hilft nachts und ermöglicht eine kürzere Belichtungszeit im Nachtmodus, während f/4 nützlicher beim Fotografieren von Gruppen von Menschen, Texten und nah beieinander liegenden Objekten ist, wenn es darauf ankommt, einen Großteil des Bildausschnitts scharf zu halten.

Zu einem ähnlichen Schluss gelangt Gizmodo. Nachtbilder des iPhone 18 Pro zeigen einen etwas besseren Dynamikumfang und bewahren hellere Bereiche sorgfältiger, doch beim normalen Betrachten sind die Unterschiede zum iPhone 17 Pro gering. Ein deutlicherer Vorteil: Der Nachtmodus wird seltener aktiviert, da das Objektiv mit f/1,48 mehr Licht einfängt.

Apple iPhone 18 Pro Max Burgundy

Der automatische Blendenwahl-Modus trifft jedoch nicht immer die Absicht des Fotografen. Gizmodo führt ein Beispiel an, bei dem das iPhone für mehrere Figuren f/1,8 wählte, wodurch entfernte Objekte unscharf wurden. Um die gewünschte Schärfentiefe zu erreichen, musste man manuell auf f/4 umschalten.

Es gibt auch eine ziemlich seltsame Einschränkung: Die Touch-Taste Camera Control erlaubt nicht, die neuen manuellen Kameraeinstellungen zu ändern. Blende, Verschlusszeit und weitere Einstellungen müssen über das Interface auf dem Display geregelt werden. The Verge merkt zusätzlich an, dass die Elemente der manuellen Steuerung selbst recht klein ausgefallen sind.

Zoom bleibt einigen Android-Flaggschiffen unterlegen

Die übrigen Rückkameras behalten eine Auflösung von 48 MP. Die Ultraweitwinkelkamera verfügt über ein Objektiv mit 13 mm Brennweite und einer Blende von f/2,2, während das Teleobjektiv einem Äquivalent von 100 mm entspricht, eine Blende von f/2,8 aufweist und eine vierfache optische Vergrößerung bietet. Apple bietet zudem einen achtfachen Zoom in „optischer Qualität

Apple iPhone 18 Pro Max Burgundy

Laut Tests von Tom’s Guide kann das iPhone 18 Pro Max bei kleinen und mittleren Zoomwerten mit dem Galaxy S26 Ultra mithalten, doch bei 40-facher Vergrößerung behält Samsung deutlich mehr Details. Daher bleibt das neue iPhone ein leistungsstarkes Allround-Kamera-Smartphone, doch der maximale Zoom ist nach wie vor kein Vorteil gegenüber den Flaggschiffen von Samsung.

Apple iPhone 18 Pro Max Burgundy

Zu den neuen Videofunktionen gehören die Möglichkeit, den „Kinoeffekt“ nachträglich hinzuzufügen, intelligentes Objekt-Tracking, 4K-Zeitraffer mit Dolby Vision HDR und manuelle Belichtungssteuerung. Tom’s Guide lobte die Möglichkeit, den Weichzeichner nach der Aufnahme anzuwenden, während Engadget feststellt, dass das Ergebnis manchmal zu schwach oder unvorhersehbar ausfällt.

A20 Pro – der Hauptvorteil

Während der Einfluss der variablen Blende vom Szenario abhängt, bewerten Tester die Leistung des neuen 2-nm-Chips A20 Pro deutlich eindeutiger. Der Chip verfügt über einen sechs-Kern-Prozessor CPU, eine sieben-Kern-Grafikeinheit und zwei 16-Kern-Neural Engines. Apple hat zudem die Verdampfungskammer im Vergleich zum iPhone 17 Pro verdreifacht.

Apple iPhone 18 Pro Max Burgundy

Im Geekbench 6 erzielte das iPhone 18 Pro 4735 Punkte im Einzelkern- und 12.800 Punkte im Mehrkernmodus, das iPhone 18 Pro Max erreichte 4741 bzw. 12.789 Punkte. Zum Vergleich: Das Galaxy S26 Ultra erhielt 3785 und 11.563 Punkte, das iPhone 17 Pro 3834 und 9988 Punkte.

Besonders interessant waren die Ergebnisse des Langzeittests. Im 3DMark Wild Life Extreme Stress Test erreichte die Stabilität des iPhone 18 Pro Max 79,4 %, gegenüber 65,2 % beim iPhone 17 Pro Max und 53,9 % beim Galaxy S26 Ultra. Beim normalen iPhone 18 Pro lag das Ergebnis jedoch nur bei 62,8 % gegenüber 61,1 % beim Vorgängermodell. Somit profitierte im Tom’s Guide-Test am deutlichsten vom neuen Kühlsystem der Pro Max.

WIRED bewertete die Kühlung ebenfalls positiv. Nach fast einer Stunde Spielzeit mit Control erwärmte sich das Gehäuse gleichmäßig, ohne ausgeprägte Hotspots, und die vergrößerte Verdampfungskammer ermöglichte es, die hohe Leistung länger aufrechtzuerhalten.

Die Akkulaufzeit wurde verbessert, insbesondere beim Pro Max

Die Akkulaufzeit ist eine weitere Stärke der neuen Generation. Im Test von Tom’s Guide mit kontinuierlichem Laden von Webseiten über 5G bei einer Helligkeit von 150 Nits hielt das iPhone 18 Pro im Durchschnitt 16 Stunden und 17 Minuten durch, gegenüber 15 Stunden und 21 Minuten beim iPhone 17 Pro. Das iPhone 18 Pro Max zeigte 18 Stunden und 27 Minuten gegenüber 17 Stunden und 54 Minuten beim Vorgängermodell.

Apple iPhone 18 Pro Max Burgundy

Allerdings wurde Apple nicht zum absoluten Testsieger. OnePlus 15 hielt dank eines deutlich kapazitiveren Silizium-Kohlenstoff-Akkus 25 Stunden und 13 Minuten durch. Das Galaxy S26 Ultra zeigte im Standard-Displaymodus 16 Stunden und 40 Minuten.

Im realen Einsatz waren die Eindrücke ähnlich. WIRED konnte das iPhone 18 Pro Max etwa zwei Tage lang nutzen, mit rund fünf Stunden aktivem Bildschirm pro Tag; am Ende des ersten Tages war noch etwa die Hälfte des Akkus geladen. Gizmodo berichtet ebenfalls, dass es selbst bei der Aufnahme von 4K-Videos, beim Spielen und intensiver Nutzung sozialer Medien schwierig ist, den Pro Max an einem Tag vollständig zu entladen.

Die kabelgebundene Ladung wurde schneller. Im Test von Tom’s Guide erreichte das iPhone 18 Pro in 15 Minuten 53 % und in einer halben Stunde 80 %, während das Pro Max jeweils 44 % und 77 % erzielte. Für die maximale Ladeleistung ist ein kompatibles Netzteil erforderlich, das nicht im Lieferumfang enthalten ist.

Siri ist nützlicher geworden, kann aber mit ChatGPT nicht mithalten

Das iPhone 18 Pro und das Pro Max werden mit iOS 27 und der neuen Siri AI ausgeliefert. Rezensenten verzeichnen einen deutlichen Fortschritt: Der Assistent versteht den persönlichen Kontext, Informationen auf dem Bildschirm besser und ist in der Lage, mehrere zusammenhängende Aktionen auf eine einzige Befehlsanweisung hin auszuführen.

Apple iPhone 18 Pro Max Burgundy

Allerdings befindet sich Siri AI noch in der Beta-Phase. Tom’s Guide ist der Ansicht, dass sie bei den Dialogfähigkeiten immer noch Gemini und ChatGPT unterlegen ist: So lässt sich mit Siri kein gleichwertiger, umfassender Gespräch über das führen, was die Kamera in Echtzeit erfasst. Engadget hat den Beta-Status von Siri AI ebenfalls als Mangel des Smartphones aufgeführt.

Lohnt sich ein Update?

Insgesamt kommen die ersten Tests zu dem Ergebnis, dass das iPhone 18 Pro und das iPhone 18 Pro Max innen deutlich besser geworden sind, obwohl dies äußerlich kaum sichtbar ist. WIRED und Engadget vergaben den Smartphones eine Bewertung von 9 von 10 Punkten, The Verge – 8 von 10 Punkten. Zu den Hauptvorteilen zählen laut Journalisten der A20 Pro-Chip, die Kühlung, die Akkulaufzeit, die Kameras sowie die Einführung manueller Einstellungen. Die wichtigsten Kritikpunkte sind der Preisanstieg, das erhöhte Gewicht, das anfällige Aluminium und der relativ geringe Qualitätszuwachs bei Fotos im Automatikmodus durch die variable Blende.

Apple iPhone 18 Pro Max Burgundy

Besitzern des iPhone 17 Pro raten die Tester im Wesentlichen davon ab, mit dem Update zu eilen. Die Veränderungen sind für diejenigen deutlicher spürbar, die aktiv Fotos und Videos aufnehmen, anspruchsvolle Spiele spielen oder von einem Smartphone mehrerer vorheriger Generationen wechseln. Das Pro Max hebt sich zusätzlich durch eine bessere Akkulaufzeit und eine deutlich stabilere Leistung unter Dauerlast hervor.

In den USA kostet das iPhone 18 Pro mit 256 GB Speicher ab $1199, das iPhone 18 Pro Max ab $1299, was $100 mehr als die Modelle des Vorjahres ist. Beide Versionen sind mit Speichern von 256 GB, 512 GB, 1 TB und 2 TB erhältlich. In Deutschland beginnen die Preise bei €1449 für das iPhone 18 Pro und bei €1599 für das Pro Max, in Frankreich bei €1479 bzw. €1629. Der Verkauf startet am 18. September.

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