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LattePanda Sigma 2 mit Core Ultra X7 und 64 GB RAM für lokale KI vorgestellt
LattePanda hat die Sigma 2 vorgestellt – einen Einplatinen-Server, auf dem neuronale Netze lokal ausgeführt werden können. Er ist mit einer Intel Arc B390 und 64 GB RAM ausgestattet. Auf der 146 × 102 mm großen Platine finden sich zwei 10GbE-Netzwerkanschlüsse, vier M.2-Steckplätze und ein Anschluss für eine externe Grafikkarte.
Leistung
Die Sigma 2 basiert auf dem Intel Core Ultra X7 358H aus der Panther-Lake-Familie. Der Prozessor verfügt über 16 Kerne: vier Performance-Kerne, acht Effizienz-Kerne und vier Low-Power-Kerne. Er verarbeitet 16 Threads, erreicht eine Taktfrequenz von bis zu 4,8 GHz und hat 18 MB Cache.

Die integrierte Intel Arc B390 verfügt über 12 Xe-Kerne mit einer Taktfrequenz von bis zu 2,5 GHz. Laut LattePanda erreicht ihre Spitzenleistung bei INT8-Berechnungen 122 TOPS, die der separaten NPU bis zu 50 TOPS. Zusammen mit der CPU ergibt sich eine Gesamtleistung von bis zu 180 TOPS. Dabei handelt es sich um die addierten Spitzenwerte der drei Recheneinheiten; wie schnell ein bestimmtes neuronales Netz läuft, hängt vom Modell und der Software ab.
Die Platine ist mit 64 GB Dual-Channel-LPDDR5X-8533 ausgestattet, die eine theoretische Bandbreite von 136,5 GB/s bietet. Der Grafik können bis zu 59 GB des gesamten Arbeitsspeichers zugewiesen werden. Nach Einschätzung der Entwickler reicht das für quantisierte MoE-Modelle mit 35 Milliarden Parametern sowie einen Kontext-Cache aus.
Speicher und Erweiterungsmöglichkeiten
Im Lieferumfang ist eine 1-TB-NVMe-SSD WD SN7100 enthalten. Für Datenträger und kompatible KI-Beschleuniger stehen drei M.2-M-Key-Steckplätze mit unterschiedlichen Schnittstellen zur Verfügung:
- PCIe 5.0×2 für Geräte im Format 2280;
- PCIe 4.0×4 für Geräte im Format 2280;
- PCIe 4.0×1 für Geräte im Format 2230 oder 2280.

Der vierte Steckplatz, ein M.2 E-Key im Format 2230, ist für einen WLAN-Adapter vorgesehen und unterstützt PCIe 4.0×1, USB 2.0 und CNVio3. Adapter und Antennen sind separat erhältlich. Alle vier Steckplätze nutzen eine gemeinsame 3,3-V-Stromversorgung mit einer Gesamtstrombegrenzung von 8 A.
Eine externe Grafikkarte oder ein anderes kompatibles PCIe-Gerät lässt sich über OCuLink mit PCIe-Schnittstelle 4.0×2 anschließen. Zwei Thunderbolt-4-Anschlüsse bieten zusätzliche Erweiterungsmöglichkeiten.
Software und Anschlüsse
Auf der SSD sind Ubuntu 26.04, GPU- und NPU-Treiber, der OpenVINO Model Server, der KI-Agent OpenClaw und das Modell Qwen3.6-35B-A3B im OpenVINO-Format mit INT4-Quantisierung vorinstalliert. Mit der vorbereiteten Umgebung lässt sich ein lokaler Assistent starten, ohne das Modell herunterladen oder einen Cloud-KI-Dienst nutzen zu müssen. Für die Anbindung eigener Anwendungen steht eine mit OpenAI Chat Completions kompatible API zur Verfügung.
Die Platine unterstützt außerdem Windows 11 und Ubuntu 24.04 LTS oder neuer. Für den Schutz ist ein in den Prozessor integriertes TPM 2.0 vorhanden.
Zu den externen Anschlüssen gehören:
- zwei RJ45-Anschlüsse mit Realtek-RTL8127-Controllern und einer Geschwindigkeit von jeweils bis zu 10 Gbit/s;
- zwei Thunderbolt-4-Anschlüsse mit USB-Type-C-Buchsen und einer Geschwindigkeit von bis zu 40 Gbit/s;
- zwei USB-3.2-Gen-2-Type-A-Anschlüsse mit bis zu 10 Gbit/s und zwei USB-2.0-Type-A-Anschlüsse mit bis zu 480 Mbit/s;
- HDMI 2.1 und eine kombinierte 3,5-mm-Audiobuchse.

Über HDMI lassen sich Bilder mit bis zu 4096 × 2304 Pixeln bei 60 Hz ausgeben, über DisplayPort 2.1 am USB-Type-C-Anschluss mit bis zu 7680 × 4320 Pixeln bei 60 Hz. Der interne eDP-1.5-Anschluss unterstützt Displays mit bis zu 3840 × 2400 Pixeln bei 120 Hz. Für ein Touchdisplay gibt es einen separaten I2C-Anschluss.
Der Mikrocontroller RP2350 mit vorinstalliertem MicroPython kann Sensoren und Aktoren unabhängig vom Hauptprozessor steuern. Zur Ausstattung gehören eine 34-polige GPIO-Stiftleiste, I2C, SPI, UART und Analogeingänge. Auf der Platine befinden sich außerdem interne Anschlüsse für USB 2.0, RS-232/485, die Gehäuse-Frontblende, ein Audiopanel und zwei Lüfter.
Stromversorgung und Lieferumfang
Die Sigma 2 wird mit installierter aktiver Kühlung, einer metallenen Schutzplatte an der Unterseite, einer Echtzeituhr-Batterie und drei Wärmeleitpads für die SSD geliefert. Zum Lieferumfang gehören ein 180-W-Netzteil mit 20-V-Ausgang sowie Netzkabel für europäische, amerikanische und britische Steckdosen.
Die Stromversorgung erfolgt über eine Rundbuchse mit 5,5 × 2,5 mm, den internen achtpoligen DC-IN-Anschluss oder USB Type-C mit USB PD. Für DC werden 15-20 V und ein Netzteil mit mindestens 120 W empfohlen, für USB PD 20 V und mindestens 100 W. Mit USB-PD-Netzteilen mit 45 oder 65 W funktioniert die Platine ebenfalls, senkt dann aber automatisch die Leistungsgrenzen des Prozessors. Der Betriebstemperaturbereich beträgt 0-40 °C.
Preise und Verkaufsstart
LattePanda hat die Sigma 2 am 22. Oktober 2026 angekündigt. Im internationalen DFRobot-Shop kann sie vorbestellt werden:
- 64 GB RAM und 1-TB-SSD – $2599 im Aktionsangebot bis Mitte November;
- der reguläre Preis derselben Konfiguration nach Ende der Aktion beträgt $2799.
Ein genaues Versanddatum wurde nicht bekannt gegeben. Einen offiziellen Preis für Europa in Euro hat der Hersteller bislang nicht veröffentlicht.











