Brax hat das ungewöhnliche Smartphone Wink mit einem 4-Zoll-OLED-Display und einer abnehmbaren physischen Tastatur vorgestellt. Das Gerät läuft mit Android ohne Google-Dienste und bietet erweiterte Datenschutzfunktionen, darunter einen separaten Schalter zum Deaktivieren von Kameras, Mikrofonen und anderen Komponenten.

Design und modulare Tastatur

Das Brax Wink ist mit einem kompakten 4-Zoll-OLED-Touchscreen ausgestattet, dessen genaue Auflösung noch nicht bekannt ist. Unter dem Display befindet sich eine abnehmbare QWERTY-Tastatur. Ihre Oberfläche ist berührungsempfindlich, sodass sich die Tasten auch als Touchpad zum Scrollen und zur Gestensteuerung verwenden lassen.

Brax Wink

Dank des modularen Aufbaus lässt sich die Tastatur abnehmen, sodass das Smartphone auch ohne sie genutzt werden kann. Alternativ kann ein zusätzliches Akkumodul eingesetzt werden. Die Kapazität des eingebauten Akkus und des Wechselmoduls ist noch nicht bekannt. Ein weiteres ungewöhnliches Detail ist der SIM-Karten-Schlitten mit einer Lasche aus Stoff, an der er sich ohne Spezialwerkzeug herausziehen lässt.

Technische Daten

Im Brax Wink steckt ein 4-nm-Achtkernprozessor MediaTek MT8875 mit vier Arm-C1-Pro-Kernen, vier Arm-C1-Nano-Kernen und einer Mali-G625-MC2-Grafikeinheit. Das Smartphone verfügt über 8 GB Arbeitsspeicher und 128 GB Speicherplatz, der sich per microSD-Karte um bis zu 1 TB erweitern lässt.

Brax Wink

Auf der Rückseite befindet sich eine einzelne Kamera mit 50 Megapixeln. Eine Frontkamera gibt es nicht. Das Gerät unterstützt 5G, Wi-Fi 6E, Bluetooth 5.4 sowie die gleichzeitige Nutzung von Nano-SIM und eSIM. Zur Ausstattung gehören außerdem Stereolautsprecher, ein USB-C-Anschluss nach USB 3.2 Gen 1 und ein 3,5-mm-Klinkenanschluss. Ob NFC unterstützt wird, ist noch nicht bestätigt.

Datenschutz

Das Brax Wink läuft mit BraxOS, einem quelloffenen Betriebssystem auf Android-Basis. Laut Hersteller enthält es weder Google-Dienste noch integrierte Werbe-Tracker oder Telemetrie.

Es gibt zwei Betriebsmodi: Omni unterstützt die Installation von Android-Apps, während Zero auf eine begrenzte Auswahl grundlegender Funktionen beschränkt ist.

Am oberen Gehäuserand befindet sich ein Datenschutzschalter. Er lässt sich so konfigurieren, dass die Kamera und die Mikrofone deaktiviert werden und andere Gerätefunktionen gesteuert werden können. Die Entwickler weisen jedoch darauf hin, dass einige Einschränkungen softwareseitig oder auf einer tieferen Ebene umgesetzt sind. Wie die Komponenten vollständig hardwareseitig abgeschaltet werden, ist noch nicht bekannt.

Brax Wink

Mit BraxOS lassen sich Bewegungssensoren und andere Sensoren deaktivieren. Außerdem kann der USB-C-Anschluss auf den reinen Lademodus beschränkt werden, wodurch die Datenübertragung gesperrt wird. Zum Schutz persönlicher Daten gibt es eine Notfall-Löschung per speziellem Passwort sowie eine automatische Löschung nach mehreren fehlgeschlagenen Entsperrversuchen, nach längerer Zeit im ausgeschalteten Zustand oder bei jedem Neustart.

Zusätzlich werden die Änderung der IMEI, die Einschränkung herkömmlicher Telefonate und SMS sowie die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung von Anrufen und Nachrichten zwischen Brax-Nutzern unterstützt. Der Hersteller verspricht Software-Updates bis 2032.

Preise und Verkaufsstart

Der reguläre Preis des Brax Wink beträgt $700. Die erste Charge kann jedoch bei vollständiger Vorauszahlung für $449 vorbestellt werden. In Europa kostet die Vorbestellung €480 statt des regulären Preises von €700. Die Auslieferung der ersten Charge ist für Juli 2027 geplant.

Für die zweite Charge kann eine Anzahlung von $30 geleistet werden; die restlichen $520 sind später fällig. Der Gesamtpreis beträgt $550, die Auslieferung beginnt im September 2027.

Zum Lieferumfang gehören eine abnehmbare QWERTY-Tastatur, ein USB-C-Kabel und eine durchscheinende Schutzhülle. Die endgültigen technischen Daten können sich noch ändern, da die Entwicklung des Geräts noch nicht abgeschlossen ist.

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