
Erste Tests zum iPhone Duo: weiches Display und teure Reparaturen
Ausländische Techblogger und Fachmedien loben das iPhone Duo für die kaum sichtbare Falte im Display und den leichtgängigen Scharniermechanismus. Sie bemängeln jedoch die weiche Displayoberfläche, Einschränkungen beim Multitasking und hohe Reparaturkosten.
Display: Die Falte ist weniger sichtbar, aber nicht ganz verschwunden
Das flexible Display des Geräts sorgt für besonders viel Gesprächsstoff. Anders als beim Samsung Galaxy Z Fold 8, das ultradünnes Glas verwendet, setzt Apple auf eine mehrschichtige Konstruktion mit einer weicheren Polymerbeschichtung. Dank einer speziellen Nanotextur verringert die Oberfläche Reflexionen und lässt die Falte weniger auffallen. Die obere Schutzschicht kann separat vom OLED-Panel ausgetauscht werden, wodurch sich die Kosten für die Behebung oberflächlicher Schäden verringern.
Diese Lösung hat jedoch auch Nachteile. Die Innenseite des iPhone Duo ist deutlich weicher als herkömmliches Schutzglas, und der Bereich über dem Scharnier gibt bei Druck besonders stark nach. Schon ein Wischen mit dem Finger genügt, um die Falte deutlich zu spüren. Das wirft Fragen zur Widerstandsfähigkeit der Beschichtung gegen Kratzer, Druck und andere mechanische Einwirkungen auf.
Optisch stört die Falte hingegen kaum. Journalisten zufolge ist sie im normalen Gebrauch kaum zu sehen, bei bestimmten Lichtverhältnissen und aus manchen Blickwinkeln aber durchaus erkennbar. Apple ist es also gelungen, die Knickstelle gut zu kaschieren, ihre physikalischen Eigenschaften jedoch nicht vollständig zu beseitigen.
Scharnier: sanftes Aufklappen
Der Faltmechanismus ist ein weiteres wichtiges Konstruktionselement. Journalisten bewerten das sanfte Aufklappen und den Übergang zwischen dem zusammengeklappten und aufgeklappten Zustand positiv. Das Scharnier bietet einen gleichmäßigen Widerstand, und das Gehäuse wirkt ausreichend stabil.

Bei einem kurzen ersten Eindruck lässt sich jedoch nicht beurteilen, wie gut der Mechanismus jahrelanger täglicher Nutzung standhält. Dasselbe gilt für die Widerstandsfähigkeit des inneren Displays gegen allmähliche Abnutzung.
Benutzeroberfläche
Die Softwareanpassung gilt als eine der Stärken des iPhone Duo. Auf dem aufgeklappten Display lassen sich mehrere Apps komfortabler nutzen, Dokumente lesen und Websites ansehen. Mit iOS 27 kam der Split-View-Modus hinzu, mit dem zwei Apps gleichzeitig ausgeführt werden können, darunter auch zwei Safari-Fenster.

Beim Multitasking gibt es jedoch Einschränkungen. Der Bildschirm wird strikt in zwei Hälften geteilt, und die Fenstergrößen lassen sich nicht wie auf dem iPad frei anpassen. Nutzer, die eine flexiblere Steuerung von Apps auf Tablets gewohnt sind, könnten diesen Ansatz als umständlich empfinden.
Offen ist auch, wie lange der Akku bei intensiver Nutzung des großen Displays durchhält. Die Akkukapazität des iPhone Duo und die angegebenen Laufzeiten sind bereits bekannt, unabhängige Tests in vollem Umfang liegen aber noch nicht vor.
Robustheit und Reparaturkosten
Trotz seines faltbaren Designs ist das iPhone Duo nach IP68 gegen Wasser und Staub geschützt. Unter Laborbedingungen hält das Smartphone ein bis zu 30 Minuten langes Eintauchen in Süßwasser in bis zu 6 Metern Tiefe aus.
Bei Falltests schnitt es jedoch schlechter ab als ein herkömmliches Flaggschiff. Laut der europäischen Kennzeichnung überstand das iPhone Duo im zusammengeklappten Zustand mindestens 140 Stürze ohne Schäden, im aufgeklappten Zustand waren es 35. Zum Vergleich: Das iPhone 18 Pro Max überstand mindestens 180 Stürze.
Zum Schutz des Gehäuses bietet Apple eine eigene Hülle für $79 an, die mit Klebestreifen am Smartphone befestigt wird. Wie gut dieses Zubehör das Gerät bei Stürzen schützt, ist allerdings noch nicht bekannt.
Auch bei der Reparierbarkeit schneidet das Falt-Smartphone schlechter ab als Apples herkömmliches Flaggschiff. Es erhielt 2,65 von 5 Punkten, das iPhone 18 Pro Max hingegen 3,14 Punkte. In den USA kostet der Austausch des inneren faltbaren OLED-Panels $999 ohne AppleCare+.










