
Erste Reaktionen zum faltbaren iPhone Duo nach Apples Präsentation
Kurz nach der Premiere ermöglichte das Unternehmen Apple, sich selbst mit dem iPhone Duo vertraut zu machen. Die ersten Eindrücke waren überwiegend positiv, doch Kompromisse gab es nicht: Im gefalteten Zustand ist das Smartphone merklich schwerer und dicker als einige Konkurrenten.
Gelenk und Bildschirmfalte
Das Erste, was die Journalisten bemerken, ist die Funktion des Mechanismus. Das Scharnier bewegt sich flüssig und ohne Ruckeln; beim Öffnen des Gehäuses entsteht nicht der Eindruck, dass die beiden Hälften buchstäblich „aufgebrochen

Die Falte des inneren Displays ist nicht vollständig verschwunden. Je nach Beleuchtung und Betrachtungswinkel ist sie erkennbar, doch Journalisten sind sich einig, dass sie nur schwach ausgeprägt ist. Einige von ihr kaum visuell wahrnehmen, andere stellten fest, dass der Übergang mit dem Finger weniger spürbar ist als erwartet.


Journalisten hoben zudem die Oberfläche des Innenbildschirms hervor. Sie ist gut gegen Reflexionen geschützt, sodass Spiegelungen die Betrachtung der Inhalte nicht stark beeinträchtigen.
Die unter dem Display integrierte Frontkamera ist fast unsichtbar. Wenn sie nicht genutzt wird, geht der Bereich darüber fast im Bild auf, obwohl man unter bestimmten Winkeln einen leichten Unterschied in der Oberfläche erkennen kann.
Benutzeroberfläche und Multitasking
Am interessantesten verhält sich das iPhone Duo während des Faltvorgangs. Das Interface wechselt nicht abrupt zwischen den Zuständen. Während sich das Gehäuse bewegt, passt das System schrittweise den Inhalt an und erzeugt den Eindruck, als würde das Bild der Position des Displays folgen.

Im teilweise aufgeklappten Zustand ermöglicht Netflix die Wiedergabe von Videos in der oberen Hälfte des Displays, während die Steuerelemente unten verbleiben. In dieser Position ähnelt das Smartphone einem kleinen Laptop. Bei vollständigem Aufklappen haben Journalisten zudem die Netflix-Wiedergabe auf dem großen Bildschirm getestet, ohne dass nennenswerte schwarze Ränder an den Kanten sichtbar waren.
Ein anderer Szenario ergibt sich, wenn Duo als „Haus

Die Journalisten haben auch die vollständige Multitasking-Funktionalität getestet. Auf dem internen Bildschirm können zwei Anwendungen gleichzeitig geöffnet werden, ihr Platzanteil kann angepasst und Inhalte zwischen den Fenstern verschoben werden. Beispielsweise lässt sich ein Foto aus Photos direkt in Messages übertragen. Zudem werden Anwendungspaare unterstützt, die anschließend schnell gemeinsam gestartet werden können.
Abmessungen und Handlichkeit
Das iPhone Duo sieht im geschlossenen Zustand ungewöhnlich aus. Aufgrund der gewählten Proportionen erinnert das Gehäuse an einen Reisepass. Der externe 5,4-Zoll-Bildschirm ist dennoch bequem mit einer Hand bedienbar, und ein Teil der Interface-Elemente wurde näher zum rechten Rand verschoben, um sie mit dem Daumen leichter erreichen zu können.

Nachdem die ungewöhnlichen Proportionen enthüllt wurden, beginnen sie dem Gerät zu nutzen: Es entsteht mehr Platz zum Lesen, zur Betrachtung von Inhalten und zur gleichzeitigen Arbeit mit mehreren Anwendungen.

Duo ist jedoch nur relativ kompakt. Mit einem Gewicht von 254 Gramm und einer Dicke von 11,3 mm im gefalteten Zustand fühlt es sich merklich schwerer und dicker an als einige moderne faltbare Smartphones. Dies ist einer der am häufigsten genannten Nachteile in den ersten Berichten.


Die breite Kamerafläche bietet unerwartet einen praktischen Vorteil: Das auf dem Tisch liegende iPhone Duo wackelt beim Tippen auf den Bildschirm kaum.
Touch ID statt Face ID
Journalisten bewerten den Verzicht auf Face ID unterschiedlich. Einige Autoren halten den Wechsel zu Touch ID für einen Rückschritt bei einem so teuren Smartphone. Andere hingegen betonen, dass der in die Seitentaste integrierte Fingerabdrucksensor gerade bei einem Klappgerät praktisch ist: Das Smartphone lässt sich entsperren, unabhängig davon, ob es aufgeklappt oder zusammengefaltet ist.

Die Unterstützung für den Apple Pencil konnte in den ersten Hands-on-Eindrücken noch nicht vollständig bewertet werden: In der Demonstrationszone fehlte es an Stiften, sodass vorerst keine Aussagen zur Schreib- und Zeichenkomfort auf dem internen Bildschirm möglich sind.
Umfassende Schlussfolgerungen zum iPhone Duo werden erst nach längerer Nutzung möglich sein, doch erste Demonstrationen zeigen bereits das Wesentliche: Der Klappmechanismus und die Anpassung von iOS wirken nicht experimentell. Die wichtigsten Fragen betreffen derzeit vor allem Gewicht, Gehäusedicke und die Frage, ob Kompromisse wie der Verzicht auf Face ID gerechtfertigt sind.











