
Windows 11 ist 20 % schneller geworden
Microsoft hat Optimierungen für Windows 11 vorgestellt, durch die das Betriebssystem bis zu 20 % reaktionsschneller geworden ist. Die Verbesserungen betreffen die Verwaltung des Arbeitsspeichers, System-Apps und die grafische Benutzeroberfläche. Besonders deutlich sollen sie sich auf Computern mit 8 GB RAM oder weniger bemerkbar machen.
Weniger Arbeitsspeicherbelastung
Ein großer Teil der Optimierungen hängt mit der Überarbeitung der Speicherverwaltung und des Umgangs mit Systemressourcen zusammen. Windows 11 kann nun bis zu 2 GB mehr aktive Daten im Arbeitsspeicher halten, die zuvor auf den Datenträger ausgelagert werden mussten. Dadurch lassen sich Verzögerungen beim Wechsel zwischen ressourcenintensiven Anwendungen und bei der Arbeit mit vielen Browser-Tabs verringern.
Optimierungen für PCs mit 8 GB RAM
Am meisten dürften Besitzer von Laptops und PCs mit 8 GB Arbeitsspeicher oder weniger von den Änderungen profitieren. Um die Hintergrundlast zu verringern, hat Microsoft die Funktionsweise der integrierten Widgets geändert. Auf solchen Computern werden sie nun erst geladen, wenn das entsprechende Panel geöffnet wird. Nach Angaben des Unternehmens werden dadurch mehr als 200 MB RAM für andere Anwendungen frei.

Benutzeroberfläche und System-Apps
Die Optimierungen betreffen auch zentrale Komponenten von Windows 11:
- Datei-Explorer und Startmenü: Die Benutzeroberfläche reagiert schneller auf Aktionen, etwa beim Öffnen von Ordnern oder Aufrufen des Kontextmenüs;
- Suche: Geschwindigkeit und Darstellung der Ergebnisse wurden verbessert. Eine neue Suchversion, mit der sich Aktionen direkt aus den Ergebnissen ausführen lassen, wird derzeit von Teilnehmern des Windows-Insider-Programms getestet;
- Fotos: Der überarbeitete, mit WinUI 3 entwickelte Editor startet 25 % schneller. Die durchschnittliche Öffnungszeit von Bildern im aktualisierten Bildbetrachter ist um 15 % gesunken, bei HEIC-Dateien beträgt die Verbesserung bis zu 30 %;
- Snipping Tool, Microsoft 365 und Microsoft Edge: Sie wurden in puncto Leistung und Reaktionsfähigkeit verbessert.
Bluetooth und Updates
Microsoft hat auch Bluetooth verbessert und die Stabilität der Verbindung sowie der erneuten Verbindung mit drahtlosen Geräten erhöht. So wurde beispielsweise die Kopplungszeit für AirPods je nach Kopfhörermodell und PC-Konfiguration um bis zu 15 Sekunden verkürzt.

Die Änderungen betreffen auch Windows Update. Microsoft hat den Installationsprozess für Updates optimiert, die Wartezeit und die Zahl der erforderlichen Neustarts verringert. Außerdem reagiert Windows Hello bei der Gesichts- und Fingerabdruckerkennung nun schneller.
Gaming-Leistung
Die von Microsoft vorgestellten Ergebnisse beziehen sich vor allem auf die Reaktionsfähigkeit der Benutzeroberfläche und der Windows-11-Systemkomponenten. Das Unternehmen hat keinen Anstieg der FPS in Spielen um 20 % angekündigt. Die Optimierung des Arbeitsspeichers kann sich positiv auf einige Spiele auswirken, insbesondere auf Computern mit wenig RAM. Das konkrete Ergebnis hängt jedoch von der Systemkonfiguration ab.
Wann kommt das Update?
Microsoft führt die Änderungen schrittweise ein. Einige Optimierungen sind für Windows-11-Nutzer bereits verfügbar, während andere Neuerungen noch im Windows-Insider-Programm getestet werden. Mit ihrer breiten Verfügbarkeit wird im Laufe des Jahres 2026 gerechnet. Wann einzelne Funktionen verfügbar werden, kann je nach Gerät und Region variieren.











